Langwandern
Von den Alpen an die Nordsee
28. Mai 2022
2005 habe ich in Bern den Navigationskurs zum Erwerben des Hochseescheins absolviert. Die Prüfungsaufgabe spielte in einem Seegebiet bei den ostfriesischen Inseln. Schon damals kam bei mir der Wunsch auf die Gegend mal in Natura zu sehen.
Vor ca. zwei Jahren setzte sich der Gedanke durch, die ostfriesischen Inseln mit einer Langwanderung zu erreichen. Mit der Pensionierung Ende April habe ich nun die nötige Zeit zur Verfügung das Projekt in die Tat umzusetzen.
Am Montag 30. Mai ist es soweit. Dann mache ich mich auf den Weg zur ersten Etappe über die grosse Scheidegg nach Meiringen.
30. August 2022
Inzwischen habe ich die Tour durch die halbe Schweiz und durch Deutschland von Süd nach Nord absolviert. Es war ein tolles Erlebnis. Auch wenn es nicht ganz problemlos verlaufen ist, ich möchte keinen Tag von dieser Wanderung missen.
Vorbereitung
Eine Langwanderung kann man nicht so einfach aus dem Nichts angehen. Ein wenig Vorbereitung braucht es schon. Als Training habe ich einige Wanderungen hier in der Gegend absolviert. Z.B Interlaken - Thun; Grindelwald - Meiringen; Grindelwald - Interlaken oder auch Grindelwald - Eigergletscher als Höhentraining.
Die grosse Frage ist auch immer das Gepäck. Was kommt mit - wie schwer darf es sein - welches Regenzeug etc.
Es gibt im Zusammenhang mit dem Gewicht eine einfache Regel: Das eigene Körpergewicht geteilt durch 10. Also durfte das Gesamtgewicht meines Rucksack`s nicht mehr als 9 Kg auf die Waage bringen. Nicht gerade viel, wenn man bedenkt, dass der Rucksack alleine schon beinahe 4 Kg wiegt. Aber ein gut zu tragender Rucksack ist mit ein wichtiger Bestandteil der Ausrüstung.
Was hatte ich dabei?
- Beutel mit Toilettenartikel
- Lange Hose für schlechtes Wetter
- Kurze Hose für warmes Wetter
- Regenpellerine
- Ersatzunterwäsche
- 2 Paar Socken
- Ersatz T-Shirt
- Ersatzschuhe
- Powerbank
- Handy
- Wanderstöcke
- Hut und Sonnenbrille
Unterwegs
Was hat funktioniert, was weniger
Sollte ich nochmals so eine lange Wanderung machen, ich würde wieder mit Open Street Map laufen. Erstens ist OSM opensource und auf der anderen Seite auch offline benutzbar. Vorausgesetzt man hat die richtigen Karten herunter geladen. Google-Maps mag in aller Munde sein, aber mir ist eine Quelloffene Software eindeutig lieber .
Was würde ich anders machen?
Das Thema Ruhetage hatte ich nicht richtig im Griff. Geplant war 5 Tage laufen und dann einen Tag Pause. Wie man in der Agenda sehen kann, ist das nicht gelungen. Wieso ich da nicht konsequent war ist mir noch nicht klar. Ev. ist man in einem gewissen Flow und dann müsste man hart mich sich selbst sein.
Oben hab ich Open Street Map erwähnt. Am Anfang hatte ich ein bisschen Mühe mich mit der App zurecht zu finden. Also im Vorfeld die App testen und oft benutzen damit man die Eigenheiten kennen lernt.